Nanny Nini

Kapitel 4, Marendie

Schuldbewusst blickte ich in das Gesicht meines Vaters. Dadurch erhoffte ich mir eine Strafminderung, doch damit sah es heute schlecht aus. „Mara, um dir ein für alle mal klar zu machen, dass du nicht stehlen darfst, haben deine Mutter und ich beschlossen dich hier zu behalten. Du wirst hier wohnen bleiben und auch wieder hier zur Schule gehen.“ Ich wusste nicht genau, was ich sagen sollte. Einer Seits war ich belustigt über die Wortwahl meines Vaters. Stehlen! Aber anderer Seits war ich geschockt. Meine alte Schule? Nein, danke! Ich musste mir schleunigst etwas ausdenken… aber was?

Damals

Kapitel 2, Marendie

Mein Vater schmiss den Schlüssel geräuschvoll auf den Tisch. Auf der Nachhausefahrt hatte keiner auch nur ein Wort gesprochen. Es war durchgängig still gewesen und das eine knappe halbe Stunde lang. Auch jetzt sprach keiner. Ich deutete an, dass ich auf den Dachboden gehen wollte. Das wunderte meine Eltern nicht, denn da sie immer auf Dienstreise waren und ich früher bei meinem Opa gewesen bin, brauchte ich kein extra Zimmer in meinem Elternhaus. Daher stand auf dem staubigen Dachboden ein Bett, für das ich ehrlich gesagt schon lange zu groß war und eine Art Schrank. Gerade bei diesem sogenannten Schrank zweifelte ich daran, dass meine Eltern reich waren, aber das waren sie… Leider!

Tod?

Kapitel 1, Marendie

Die Wolken waren grau. Sie passten genau zu der Stimmung, hier auf dem Friedhof. Ich wusste nicht so recht, warum meine Mutter mir ins ganze Gesicht schwarze Schminke geschmiert hatte, denn die zerlief eh nur. Alle weinten und schauten auf das dunkle Grab, in das vor wenigen Minuten der Sarg meines Opas gelegt wurde. Da entdeckte ich einen von den Typen, die immer das Testament vorlassen. „Jupter Mike Gentie ist vor wenigen Tagen von uns gegangen. Mein herzliches Beileid. Bevor ich nun sein Testament verlese, halten wir eine Schweigeminute ab.“, sagte der Mann und auf einmal waren alle Still. Ich war noch nie auf so einer Beerdigung gewesen. Es machte mich alles hier sehr traurig und diese merkwürdige Schweigeminute kam mir vor, als wäre es in Wirklichkeit eine Schweigestunde. Endlich begann der Mann wieder zu sprechen. Er las das Testament vor.

Auf heißer Spur

Allgemein

Mia vernahm ein klicken auf der anderen Seite der Tür. Langsam kamen ihr Zweifel. War es richtig gewesen die Diebe zu verfolgen? Ihr Herz pochte bis zum Hals. Plötzlich ertönte ein äußerst peinlicher Handyklingelton und zu allem Überfluss schien er direkt aus Mias Hosentasche zu kommen. Schnell drückte sie den Anrufer weg und sprang mit einem Satz hinter eine der vermoderten Holzstatuen. Eine große Tür wurde von innen aufgerissen. Einer der beiden Diebe schaute sich misstrauisch im Flur der verlassenen Villa um. Mia kauerte hinter der Statue. Sie hielt den Atem an. Sie hörte wie der Dieb auf sie zu kam „Ist da jemand?“, rief er mit rauer Stimme. Mia machte sich noch kleiner. Gleich würde es aus sein. Vorbei mit der “Auf heißer Spur“, der Zeitung für die sie sich in solche Gefahr gebracht hatte. Sie wollte doch nur ein Interview mit den beiden Herren machen, aber als sie gesehen hatte, wie der größere von beiden das Geld aus der offenen Kasse des Cafés genommen hatte, konnte sie nicht anders. Sie hatte die Diebe bis zur alten Villa am Waldrand verfolgt. Und das hatte sie jetzt davon. Auf einmal kam Mia eine Idee. Es war riskant, aber es müsste eigentlich klappen. Eigentlich…

Ende gut, alles gut

Gajona, Kapitel 41

Die Erwachsenen standen immer noch vor der Tür der verfallenen Burg. „Ich frage dich ein letztes Mal: Wo sind die Kinder!“ „Hier, Eure Hoheit! Ich habe die Kinder gefunden!“, rief der Soldat, der Gajona vor sich her schob. Die Mädchen hatte er mit einem Zauber wieder aufwachen lassen. König Glouwes sagte mit leiser Stimme zu Königin Klaressa: „Nehmt die Kinder und verschwindet hier!“ Dann drehte er sich herum und ging einfach. Der Soldat folgte ihm. „Wir bringen euch erst mal hier weg!“ Königin Isabel öffnete ein Portal: „Wir gehen wieder nach Soram. Da könnt ihr euch ausruhen.“ Als sie im Palast von Soram waren, fielen alle in einen tiefen Schlaf der Erschöpfung.

Prinzessin!?

Gajona, Kapitel 39

„Es tut mir unglaublich Leid, dass ich euch nicht persönlich abholen konnte, aber ich hatte zu tun. Daher konnte ich euch auch nicht ordentlich begrüßen, so, wie es in Gegenwart eines Prinzen und vier Prinzessinnen angemessen ist. Aber ich verspreche euch bis zu eurem Untergang bin ich für euch da!“ Api kam langsam auf die fünf zu. Vanessa sagte falsch lachend: „Vier Prinzessinnen? Wir sind nur drei!“ Die Dark-Feen lachten, diesmal echt. „Glaubt mir, ihr seid vier!“, sagte Laura, „Meine Mutter kann es euch zeigen!“ Api hielt plötzlich eine schwarze, magische Kugel in der Hand. „Staunt über die Vergangenheit!“

Nettie?

Gajona, Kapitel 38

„Vorsicht!“, schrie Tom und packte Sina am Arm. Die schäbige Holzdecke schimmerte plötzlich schwarz. „Was passiert hier?“, fragte Kate panisch, denn Teile des Daches fielen auf Gajona herunter. Da hörte sogar Krieg auf mit seinem Gebrüll. Drei Soldaten kamen hereingestürmt: „Prinz Bill, was macht ihr hier? Es war klar, dass ihr wieder Ausbrecht!“ Die drei näherten sich langsam. Weit kamen sie aber nicht, denn ein riesiger Holzbalken stürzte auf sie hinab. „Schnell, raus hier! Kommt!“

Erschrocken

Gajona, Kapitel 37

Ray, der auf dem Boden gehockt hatte, richtete sich mühselig auf und griff nach einer Fackel, die an einer Wand hing. Diese hielt er an sein rechtes Bein. Gajona musste jedoch entsetzt feststellen, dass dort kein echtes Bein mehr war, nur ein Holzbein. Sina wäre fast in Ohnmacht gefallen. Wie konnte man nur so grausam sein?