Abendbrot

Gajona, Kapitel 15

Als die sieben im Speisesaal ankamen, sahen sie einen langen Tisch mit vielen Stühlen. Das Essen stand schon auf dem gedeckten Tisch und duftete himmlisch. Neben dem Tisch standen Ekarons Mutter und seine Schwester. „Das riecht ja köstlich! Müssen wir noch auf jemanden warten, oder warum sitzt sonst noch niemand?“, fragte Kate, die ziemlichen Hunger hatte. Rebecca nuschelte mit grimmigem Gesicht: „Wir müssen auf unsern Vater warten. Und der hat bestimmt unseren Opa, oh Entschuldigung, Großvater hergeholt. Das heißt wir warten auf zwei Personen, auf die wir gerne verzichten würden!“ Es war Königin Isabel die sich wegdrehte und leise kicherte. Daraufhin schmunzelten auch die anderen. Alle, außer Emma. Sie fühlte sich nicht sonderlich wohl. Eigentlich überhaupt nicht. Sie dachte die ganze Zeit an ihr unadeliges Dasein. Im stillen fragten sich alle, wie schrecklich ein Großvater sein konnte, dass er als `gern Verzichtbar` bezeichnet wurde.

Geheime Selbstgespräche

Gajona, Kapitel 14

„Wo wart ihr denn?“, fragte Emma, als ihre Freunde in das Zimmer der Mädchen kamen, in dem Sina schlief. Ekaron und Vanessa erzählten ihr die Geschichte. Mitten in der Erzählung wachte Sina auf. Tom kam etwas später auch dazu. „Ach ja, den Brief soll ich dir geben, von Bill.“, sagte Tom gähnend. Nun erzählten Sina und Tom wie diese Soldaten sie bis zum Palast gejagt hatten. Emma bekam nur die Hälfte mit, denn sie las den Brief von Bill wieder und wieder. „Was steht eigentlich da drin?“ „Keine Ahnung!“, sagte Emma ratlos, „Muss so was wie Geheimschrift sein. Damit kenne ich mich nicht aus.“ Auch Kate zuckte mit den Schultern. Wenn die Fee, die gewöhnlich alle Sprachen in- und auswendig konnte nicht weiter wusste, war da nichts zu machen.