Tramta

Gajona, Kapitel 31

Als die Kutschen hielten, sprang Vanessa heraus und zog Ekaron, der betrübt aus der anderen Kutsche stieg, hinter sich her. Die beiden verschwanden hinter einer Palastmauer. „Oh, das riecht nach Blut!“, grinste Leon und handelte sich somit gleich eine leichte Ohrfeige ein. Die anderen schmunzelten, wurden aber sofort wieder erst. „Hoffen wir, dass sich die zwei wieder versöhnen.“, sagte Leon und sah Kate dabei bedeutungsvoll an. „Schon besser.“, meinte diese und gab Leon einen Kuss.

Ein magisches neues Jahr

Gajona, kapitel 30

Die Zauberer des Zauberrates verabschiedeten sich von Ekaron und humpelten weiter. Sofort ging Ekaron in Richtung Vanessa, doch weit kam er nicht, denn alle Gäste drängelten sich an ihm vorbei um zu der Bühne vor der Windschlucht zu kommen. Auch Vanessa, Kate und Emma machten sich auf den Weg dorthin. Bald hatte Ekaron sie aus den Augen verloren.

Der Zauberrat

Gajona, Kapitel 29

„Ist das immer so?“ fragte Emma flüsternd. Sina antwortete leise: „Ja, das halbe Fest verbringt man damit, anderen Leuten die Hand zu geben.“ Emma stöhnte. Wie sollte man ein Fest feiern, wenn man keine Zeit zum feiern hatte? „Das war das letzte Königspaar“, sagte Ekaron. Die acht Freunde, die nahe der Bühne alle begrüßen mussten, atmeten erleichtert auf. Erst jetzt bemerkten sie die schöne Musik im Hintergrund. Es war inzwischen dunkel geworden und die Wiese wurde von schwebenden Lichtern hell erleuchtet. „Willst du tanzen?“ fragte Ekaron Vanessa und reichte ihr seine Hand. Vanessa nickte strahlend.

Letzte Vorbereitungen

Gajona, Kapitel 27

„Du kannst echt gut schauspielern, Bill!“, sagte Leon beeindruckt, „Woher denn?“ Bill winkte ab: „Das war kein schauspielern! Das war eine spontane, na ja, Lüge. Jetzt komm aber. Sonst kommen wir wirklich noch zu spät zu dem Eröffnungsfest.“ Sie betraten den Palast, um in das Jungszimmer zu gehen und sich für das Fest vorzubereiten. Es sollte ein sehr elegantes Fest werden. Als sie am Mädchenzimmer vorbei kamen, das direkt neben dem Zimmer der Jungen war, sahen sie Ekaron und Tom in der Tür stehen.

Alles geklärt

Gajona, Kapitel 26

Emma nickte und begann das Schloss nach Kate abzusuchen. Als sie die Treppe zum vierten Stock erklomm, sah sie Kate durch ein Fenster an der Innenseite der Palastmauer hocken. Wäre sie nicht so besorgt um ihre Freundin, hätte sie sich garantiert über die vielen Stufen beschwert.

Wochen der Feste*

Gajona, Kapitel 25

„Wo wart ihr denn? Ich dachte, ihr wollt nur picknicken gehen.“, sagte Königin Isabel und sah die acht erwartungsvoll an. Sie schaute immer so, wenn sie eine vernünftige Erklärung hören wollte, auch wenn sie heute etwas müde und erschöpft aussah. „Wollten wir auch, aber dann… “, fing Sina an, doch Ekaron trat ihr unauffällig gegen ihr Schienbein. „… aber dann kam Bill und wir haben die Zeit vergessen.“, sagte er schnell. Seine Freunde schauten ihn verwundert an. Die Königin fragte: „Wo warst du denn eigentlich, Bill?“ Bill begann zu stottern: „Ich? Ähm… ich… es lag eine kleine Verwechslung vor. Sie haben mich mit einem anderen Prinzen verwechselt!“ Die Königin nickte und fragte dann gleich weiter: „Eine Sache noch… wieso seid ihr so dreckig?“ „Der Dreck?“, Vanessa schaute an sich herunter und antwortete dann mit einem gequälten Lächeln, „Ach der Dreck! Wir sind auf dem Rückweg in eine Matschpfütze gefallen!“ Nun wurde den anderen klar, dass sie, wenn sie die Wahrheit erzählen würden, wie Babys behandelt werden würden. Und das bis an ihr Lebensende.

Wiedersehen

Gajona, Kapitel 24

Plötzlich wurden Äquy und Teräss von zwei Kraftkugeln weggeschleudert. Sie flogen mit voller Wucht gegen Laura, die ihren Tornado, der auf Ekaron, Emma und Sina zugewirbelt war, nicht mehr kontrollieren konnte und mit ihren Freundinnen fortgedrückt wurde, denn die Kraftkugeln hatten sehr viel Power. „Was steht ihr da noch herum? Sie können jeden Moment wiederkommen!“ Dann verschwanden die Maskierten. Ekaron, Sina und Emma vergaßen Kate für eine Sekunde und verschwanden hinter der nächsten Ecke… dann hinter der Nächsten und schon standen sie auf einer Art Marktplatz.

Weiter rennen

Gajona, Kapitel 23

„Egal was du versuchst oder was du versprichst, Emma wird nie in eure Reihen treten! Stimmt`s?“, in Kates Stimme lag etwas Starkes. Emma hingegen nickte nur. „Ja, das stimmt.“, sagte sie mit weniger Kraft in der Stimme. Ihr war natürlich klar, dass sie nie böse werden würde, aber sie wollte wissen, wer ihre Eltern waren. Sie wollte wissen, ob sie noch lebten, wo sie lebten und Emma wollte den Grund erfahren, warum sie auf einer Wiese in Tony* aufgewacht war. Ob sie ausgesetzt wurde oder was sonst. Api hatte nicht aufgehört zu grinsen: „Dann wirst du deine Vergangenheit eben wann anders erfahren. Dieser Weg ist dann aber wesentlich härter und schmerzhafter! Überlege es dir gut! Ich gebe dir noch ein bisschen Zeit. Ab jetzt…“ Es war mucksmäuschenstill. Api sah grinsend zu Emma. Diese sah aus, als würde sie es sich überlegen. Vanessa, Kate, Sina, Ekaron, Tom und Leon schauten sich betroffen an. Fira, Äquy, Laua und Teräss, die die ganze Zeit über hinter Api gestanden hatten, grinsten hämisch, über die betroffenen Gesichter. Einige Augenblicke lang, war es still. Dann machte Emma den Mund auf. „Drei…“, ihre Freund atmeten erleichtert auf, sie verstanden was das bedeutete, im Gegensatz zu Api, Laura, Äquy, Fira und Teräss, „… zwei… eins. Los!“

Verunsicherung

Gajona, Kapitel 22

Api stand genau vor Ekaron. „Du bist einer der Oberschlauen oder wie nennt man sie noch? Streber! Du versteckst deine Schwächen hinter deiner ach so tollen Technomagie. Nicht sehr stark! Eigentlich total schwach!“ Ekaron stand wie gelähmt da und starrte den Boden an. In irgendeiner Weise hatte sie recht, dachte Ekaron. Er sah kurz hinüber zu seinen Freunden. Sie hatten Angst und er stand hier herum, den Tränen nahe. Plötzlich rief Vanessa im zu: „Ekaron, du bist nicht schwach! Erinnerst du dich an den ersten Tag in der WG? Im Park hast du mir eine Rose geschenkt! Das war mutig und du hast bei der Sache am Wasserfall auch trotz der schweren Umstände einen kühlen Kopf bewahrt! Du bist alles: schlau, klug, hübsch… alles halt, aber nicht schwach!“ Die Freunde staunten, denn so berührende Worte hörte man von Vanessa nicht jeden Tag. Ekaron sah Api direkt in ihre schwarzen Augen. Tief in seinem Inneren stach etwas. Etwas, dass heraus wollte, aber nicht konnte. Es tat auf eine seltsame Art weh, dennoch blieb er stark: „Ich bin nicht schwach!“ Er sagte es bestimmt und Api stierte in seine Augen: „Ach, diese kitschigen Worte deiner Freundin haben dich daran erinnert? Dann nehmen wir uns sie als zweites vor!“