Wie es weiter geht…

Gajona, Information, Klappentext

Zunächst muss ich mich dafür entschuldigen, dass so lange nichts mehr online kam. Ich bin mir leider nicht ganz sicher, mit welcher Geschichte ich hier weiter machen soll, aber ich werde hoffentlich sehr bald eine Entscheidung getroffen haben und dann wieder regelmäßig Kapitel hochladen.

Im Anhang findet ihr den Klappentext zu einer meiner Geschichten, an der ich zurzeit vorrangig arbeite. Der Titel lautet Gajona. Diese Geschichte möchte ich nach Fertigstellung an einen Verlag schicken. Deswegen würde ich mich über ein paar Meinungen in den Kommentaren sehr freuen.

24. Dezember

24. Türchen, Weihnachtskalender

Nur ein paar Tage später standen die Zwillinge tatsächlich in dem gewaltigen Ballsaal. Der jährliche Abschlussball ihrer Schule war nichts dagegen! Schon allein, weil die Aula im Vergleich zu dem hier wirkte, wie eine Rosine, herausgepickt aus einem Stollen, zu einem großen, saftigen Bratapfel.
Auch die Leute hier waren anders – in vielen Hinsichten! Zum Beispiel trugen die Frauen und Mädchen Kleider mit ausladenden Röcken. Die Männer waren in teilweise wirklich seltsame „Anzüge“ gestiegen. Zu einigen davon gehörte eine dieser Pinguinjacken. Diese schwarzen, vorne kurz, hinten lang. Sowas kannten die Brüder bis dahin nur aus alten Filmen. Da wurde sowas immer von den vornehmen, weiß behandschuhten Butlern getragen.

23. Dezember

23. Türchen, Weihnachtskalender

Das Erste, was Will spürte, waren die pochenden Kopfschmerzen, das Zweite, der weiche Untergrund, auf dem er lag. Er schlug die Augen auf und sah sich um. Er war nicht mehr im Wald! Das hier erinnerte ihn eher an seine und Jacks Wohnung. Das lederne Sofa auf dem er lag, der kleine Tisch davor, die Fenster mit Sicht auf die reich geschmückten Fenster der Häuser auf der anderen Straßenseite – generell – die Autos und Laternen…

22. Dezember

22. Türchen, Weihnachtskalender

Und wieder marschierten die Zwillinge und ihre Gefährten durch den Wald. Jack kam das alles langsam vor wie die Klassenfahrt in die Berge vor drei Jahren. Wandern bis die Schuhe bereit für die Tonne waren. Das hier war ja grob gesehen nichts anderes und dementsprechend auch genauso langweilig. Unmotiviert im Gänsemarsch einen matschigen Trampelpfad entlang latschen, Vögeln beim Zwitschern zuhören und obendrein – das einzige, was diesen Ausflug wirklich von der Klassenfahrt damals unterschied – Wills Märchentheorien lauschen.

21. Dezember

21. Türchen, Weihnachtskalender

Glücklicherweise kannte Rina einen Teich ganz in der Nähe. Ein paar Minuten länger und Jack hätte den kleinen grünen Kerl erwürgt. Das oder er wäre von Rina mithilfe ihrer selbstgebauten Schleuder meilenweit in die Ferne befördert worden, denn er nervte sie extrem. Dauernd faselte er etwas vom Küssen und das er ein Prinz sei. Kaum zu glauben, dass ein willensstarkes Mädchen wie Rina normalerweise von einem Wolf gefressen werden würde, weil es jung, naiv und dumm war. In den Büchern wirkte sie so, aber stand man dann in Wirklichkeit vor ihr… naja… keine Spur von dem allen! Oder welches dummes, naives Mädchen schlägt einen Typen in einer dunkeln Seitengasse nieder und bestiehlt ihn?

20. Dezember

20. Türchen, Weihnachtskalender

Was tat man nicht alles, um die Schulden bei einem größenwahnsinnigen Kleinwüchsigen zu begleichen? In diesem Fall mussten die vier zurück zum Dorf, aus dem sie gekommen waren, um von dort etwas zu holen. Aber nicht einfach nur irgendetwas, sondern eines der drei goldenen Haare des Teufels.
Richtig gehört! Der Teufel! Rumpelstilzchen wollte sich unbedingt mit ihm anlegen, damit in Zukunft ausnahmslos jeder seinen Namen kannte und ihn (Zitat) „nicht immer wegen seiner Größe auslachte“. Wäre er nicht der böse Fiesling aus einem Märchen, hätte Will vielleicht sogar Mitleid mit ihm gehabt, aber so?

19. Dezember

19. Türchen, Weihnachtskalender

Als wäre die Situation nicht schon schrecklich genug, hatte sich nach einer kleinen Weile auch noch Rapunzel aus dem Fenster gebeugt und ihr abgetrenntes Haar entdeckt. Sie verfiel – zum Leidwesen aller – in hysterisches Gekreische und wollte mit jammern gar nicht mehr aufhören. Die Beruhigungsversuche von Franz („Es ist alles gut! Wir bekommen das wieder hin!“) halfen genauso wenig, wie Rinas genervte Rufe („Das sind nur Haare! Die wachsen nach und Ihr scheint mir eh viel zu viele gehabt zu haben!“).

18. Dezember

18. Türchen, Weihnachtskalender

„Es sind sieben!“, rief Will den anderen zu. Franz drehte sich im Rennen um: „Was soll uns das sagen? Außer, dass sie in der Überzahl sind, meine ich!“ „Die sieben Raben ist ein Märchen! Das sind verfluchte Jungs, die darauf warten, von ihrer Schwester…“, begann Will. Rina unterbrach ihn: „Hier rein!“ Sie stand an einer hohen Wand aus Stein, die plötzlich aus dem Waldboden ragte und der Fuß eines gewaltigen Berges war. Rina winkte die drei anderen an einen ganz bestimmten Punkt, vor dem ein Haufen Pflanzen hingen. So dicht verwachsen, dass man es glatt übersah, wenn man nicht davon wusste. Anscheinend handelte es sich um den Eingang zu einer Höhle.

17. Dezember

17. Türchen, Weihnachtskalender

Eigentlich hatte Will noch weiter mit Rina über das Buch reden wollen, doch das war ihm nicht vergönnt worden. Auf einmal war nämlich ein vermummter Reiter auf einem großen, schwarzen Pferd angeprescht gekommen. Er steuerte geradewegs auf den Stand einer jungen Frau zu, die Töpferwaren zu verkaufen versuchte (was für ein Zufall!). Fast hatte er den Stand erreicht, rutschte das Pferd plötzlich auf etwas gelben aus, verlor das Gleichgewicht und plumpste auf die Seite. Weder Rina noch Will hatten recht begriffen, was soeben passiert war, da wurden sie von hinten gepackt und ohne weitere Umschweife weggezerrt.