Verluste

Kapitel 22, Quontos

Dieses Mal ging es aber nicht abwärts, sondern auf den steinernen Übergang zu. Nach kurzer Zeit konnte ich mühelos die Kante fassen und mich daran festhalten. Gleich vier Arme packten mich und zerrten mich zurück auf festen Boden. Das erste, was ich tat, war der Schlucht den Rücken zuzuwenden. Zenn und Sky machten es mir nach.
Für einen Moment hörte ich nur mich selbst schwer und tief atmen. Mein Puls raste, als wäre ich gerade mehrere Kilometer am Stück gerannt und meine Knie würden diese Geschichte wohl ohne großes Gerede bestätigen.
Ich war gerettet! Die Gefahr war gebannt! Das alles in meinen Kopf zu bekommen, würde wohl noch etwas dauern. Vor meinen Augen flimmerte es leicht. Erst als ich mich wieder ein wenig beruhigt hatte, konnte ich mich aufrichten und meinen Rettern ins Gesicht sehen.

Gedankenkarussell

Kapitel 21, Quontos

Es hatte nur den Bruchteil einer Sekunde gedauert. So schnell, wie ich den Boden unter den Füßen verlor, konnte ich noch nicht mal blinzeln und Kaminköpfchens Schrei kam mit einer Sekunde Verzögerung. Der Stein gab einfach nach und wir stürzten in die Tiefe. Naja, nicht wirklich, denn Zenn hatte sich auf dem stabilen Teil des Übergangs auf den Boden geworfen und mein linkes Handgelenk mit beiden Armen gepackt. Ähnlich ging es Kaminköpfchen. Sie wurde von Falk gehalten.

Der Übergang

Kapitel 20, Quontos

„Sind alle bereit?“, vergewisserte sich Falk. Unser Nicken war die Antwort. Nona hatte ihre Teamkollegen überreden können, uns zu unterstützen. Jeder trug mehrere Rauscher im Arm. Entschlossen machte Robyn einen kleinen Schritt nach vorn. Nicht so weit, dass sie im direkten Blickfeld der Höheren war, nur gerade so, dass sie die Schlucht überblicken konnte. Es herrschte eine tödliche Stille. Diese unterbrach Jenn indem sie es Rob gleich tat. Zenn und ich schlossen uns ihr an und es folgten alle anderen.

Phase zwei

Kapitel 19, Quontos

Wir gingen am Rand der Schlucht entlang. Von hier aus hatten wir den perfekten Überblick, über alles, was sich da unten so abspielte.
Es dauerte höchstens vier Minuten bis wir stehen blieben. Die Tiere hatten vor einer Höhle gestoppt. Darin musste sich der Schrumpelflink mit dem Graumoos versteckt haben. „Ich schätze mal, dass es jetzt los geht!“, meinte Sky ernst. Wir warfen uns gegenseitig Blicke zu. Alle wussten, dass es nicht gereicht hätte, die Höheren zu überlisten – zumindest alle aus meinem Team – wir mussten ihnen beweisen, dass man sich nicht mit den Bewahrern der Himmelslichter anlegen sollte! Und vielleicht auch nicht mit den Adleraugen…

Phase eins

Kapitel 18, Quontos

Es konnte jeden Moment losgehen! Sobald der Schrumpelflink das Graumoos in die langen Finger bekäme, würde niemand unser Vorhaben mehr stoppen können. Mein spontaner Anfall von Selbstbewusstsein von vor rund zehn Minuten, war verflogen. Deshalb vergewisserte ich mich bei den anderen, dass wir das richtige taten. Die nickten mir ernst zu. Damit hatte sie der Umsetzung des Planes tatsächlich grünes Licht gegeben!