Spunto

Gajona, Kapitel 35

„Guten morgen!“, Ekaron streckte sich. Es klopfte an der Tür und die Mädchen traten ein. „Gütiger Gefektis! Was habt ihr denn gemacht, Bill und Leon? Ihr habt extreme Augenringe! Wie lang habt ihr geschlafen… zehn Minuten?“, Vanessa war entsetzt. „Wir… ähm… wir haben nicht geschlafen… komm, erzähl es ihnen Bill!“, sagte Leon. Bill nickte und begann, allerdings erwähnte er immer noch nicht den Namen seines Vaters oder seines Planeten.

Es klopfte erneut. Diesmal war es Leons Mutter, Königin Klaressa. „Ich will euch ja nicht stören, aber das Portal nach Jünova ist schon offen! Ich glaube außerdem, dass ihr ein wenig Verspätung haben werdet, da ihr hier ja noch Mittag gegessen habt…“ „Wir kommen!“, sagte Tom voller Vorfreude, endlich wieder zu seiner Familie zu kommen.

Auf Jünova wurde Gajona herzlich willkommen geheißen. „Geht lieber gleich in eure Zimmer! Ihr kommt ein bisschen spät, das Fest beginnt schon in einer Viertelstunde.“, sagte Toms Mutter. „Kommt mit!“, sagte König Silk lächelnd, „Ich führe euch hin.“ „Du hast wirklich nette Eltern“, flüsterte Sina Tom zu.

Das Fest war schon in vollem Gange, als plötzlich die Tür zum Festsaal aufgesprengt wurde. Die Gäste liefen wild schreiend durcheinander. „Mist!“, rief Bill und wollte zu einem der vielen anderen Ausgänge flüchten, doch auch die wurden nun aufgebrochen. Die meisten Gäste wurden evakuiert. Es lag Panik in der Luft. „Kommt, wir müssen zu Bill!“, schrie Emma, um gehört zu werden. Alle liefen durcheinander. Auf einmal war der Saal leer. Keiner, außer Gajona und den Soldaten war mehr da. „Prinz Bill, euer Vater gab uns den Befehl, euch wieder mit nach Hause zu nehmen.“ Bill schüttelte den Kopf und bewegte sich gleichzeitig unauffällig in Richtung Fenster: „Da ist nicht mein Zuhause! Das ist hier, bei meinen Freunden!“ In diesem Moment erreichte er das große Fenster. „Kommt!“, schrie er den anderen zu. Sie kamen angerannt und sprangen gemeinsam aus dem Fenster.

Ekaron rollte sich ab: „Was machen wir jetzt? Kämpfen?“ Sina schüttelte den Kopf. „Das können wir nicht gut! Ich glaube, wir machen das einfachere… wegrennen!“ Den Vorschlag nahmen alle an, doch Vanessa war zu langsam. Auch die Soldaten sprangen durch die Fenster. „Hab dich!“, rief einer von ihnen und hielt Vanessa am Arm fest. „Schwesterchen!“ Kate und Ekaron eilten ihr zur Hilfe, wurden aber ebenfalls festgehalten. In Nullkommanichts hatten die Soldaten auch Emma, Tom, Sina und Leon an den Armen gepackt. „Prinz Bill, wenn sie nicht mit uns kooperieren, müssen wir leider…“ Sie richteten ihre magischen Lanzen auf Bills Freunde. „Lauf! Mach das du weg kommst!“, rief Leon, doch Bill griff nach seinem Magie-Stab. Er wirbelte ihn durch die Luft. Die Soldaten fingen an ihn zu beschießen. Bill wehrte alles mit dem Stab ab. „Wir haben keine andere Wahl, Prinz Bill…“ Um Leon, Kate, Ekaron, Vanessa, Sina, Tom und Emma wurde es schwarz.

„Wacht auf!“, flüsterte Ekaron. Kate öffnete die Augen. „Wo sind wir hier?“ „Geht es dir gut?“, fragte Vanessa aus einer dunklen Ecke. Gajona hockte in einem kleinen, schwarzen, feuchten Raum. Ihre Arme waren mit schweren, Magie abweisenden Ketten am Boden gefesselt. „Ja, mir gehts gut soweit… Sind denn alle da?“ Aus allen Ecken hörte Kate die Stimmen ihrer Freunde. Leon fragte in die Dunkelheit: „Du auch Bill?“ Als Antwort bekam er das Klappern der Ketten an Bills Hangelenken. Plötzlich hörten sie Schritte. „Achtung.“

Erst jetzt, da sich ihre Augen an die schwarze Dunkelheit gewöhnt hatten, sahen die Freunde die dicken Gitterstäbe an der einen Wand des Raumes. Auf der anderen Seite standen ein großer Mann und ein Junge. „Ray?“, entfuhr es allen außer Bill.

Ein Kommentar zu “Spunto

  1. Auf den Planeten werden aber ganz schön viele Feste gefeiert.. Ich frage mich um Welches Fest es sich diesmal handelt und wie diese Episode mit der vorherigen zusammenhängt?

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