Shoppen auf Kartev

Gajona, Kapitel 34

Die Party war zu Ende und Gajona traf sich, fertig für den nächsten Planten, vor dem Mädchenzimmer. „Und, kann´s los gehen?“ Gajona nickte. Nettie, die an einer Wand lehnte, fragte ihren Vater interessiert: „Wo reisen die acht jetzt eigentlich hin?“ „Nach Kartev… Wieso?“ Nettie zuckte mit den Schultern, drehte sich herum und ging, ohne sich von irgendwem zu verabschieden. Seit sie gestern Abend kurz bei einer Freundin war, war sie komisch. Sie war nicht mehr dieses lustige Mädchen, sondern eher eine von denen die denken, sie wären erwachsen. „Na dann, ich wünsche euch tolle Tage auf Kartev und sag Käwilär einen schönen Gruß, Vanessa.“ Die acht gingen durch ein Portal nach Kartev. Kate winkte zum Abschied.

„Kinder, ich warte schon eine halbe Ewigkeit auf euch. Endlich seid ihr da.“ Vanessa umarmte ihren Vater: „Tut uns leid. Könntest du den Angestellten bitte sagen, dass sie unsere Koffer und Taschen in die Zimmer bringen sollen? Wir wollen in die Stadt und shoppen…“ Ehe König Käwilär antworten konnte, drückte ihm seine Tochter einen Kuss auf die Wange, bedankte sich und schob ihre Freunde in Richtung Stadt. „Ach ja, ich soll dir von Rip einen schöne Grüße ausrichten… Tschüss!“

„Eure Stadt ist ja riesig.“, staunte Leon. Vanessa grinste stolz: „Ja, Kartev ist einer der modernsten Planeten, wenn nicht der modernste.“ „Super, aber was machen wir hier?“, fragte Bill, der sich in großen Städten nicht im geringsten auskannte. Kate lachte und Vanessa sagte ernst: „Keiner von euch darf irgendetwas auf Kartev tun, ohne mindestens einmal shoppen gewesen zu sein!“ Ekaron schluckte – das konnte ja heiter werden.

Das elegante Fest war erst ziemlich spät vorbei. Die acht gingen sofort danach ins Bett. Wie auf den anderen Planeten auch schliefen die Mädchen getrennt von den Jungs. Mitten in der Nacht wurde Sina von einem merkwürdigen Geräusch geweckt, sie war allerdings so müde, dass sie wieder einschlief.

Am nächsten Morgen kam Gajona verschlafen zur Eingangstür des Palastes. Unten war schon ein Portal offen. „Bis bald meine kleine…“

„Mami!“, schrie Sina. „Meine Maus!“ Auch bei Sina war das Fest eher elegant und glamourös. Nur war es bei ihr schon früher zuende. In der Nacht schliefen alle gut und das erklärte, wieso alle pünktlich an der großen Eingangstür waren. Alle außer Königin Filea „Seht ihr das da?“, fragte Bill und deutete auf ein Gebüsch. Darin saß anscheinend jemand… Bill zuckte zusammen. Der einzige, der es bemerkte, war Leon: „Ist was, Bill?“ Bill nickte: „Ja, ich glaube, da ist Ray im Gebüsch und damit auch die Wachen von meinem Vater…“ Sina öffnete ein Portal. Bill drängte sich an allen vorbei und huschte als erster durch das Portal.

„Willkommen auf Toni, meinem Heimatplanet.“, sagte Emma, „Hier schlägt das Herz der Musik.“ Die anderen sieben staunten. An allen Straßenecken saßen Musiker und spielten die unterschiedlichsten Musikarten. „Was feiern wir hier für ein Fest?“, fragte Ekaron. Emma zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung! Wir gehen einfach zu irgendeinem Musikfest und danach gehen wir zu meiner alten Schule und schlafen dort. Es ist eine Musikschule und die Frau, die sie leitet, hat mich groß gezogen…“ Das Fest auf das sie gingen war toll und die Zimmer in der Schule war auch ganz annehmbar.

Das nächste Portal führte sie zu Leons Planten Spinda. Dort gingen sie zu einer modernen Party, ähnlich wie bei Kate. Gajona hatte sehr viel Spaß, doch als sie dann im alle im Bett lagen, schliefen sie sofort ein.

„Das waren bisher alles tolle Feste, aber ich fand das bei dir am coolsten, Emma.“, sagte Kate müde. „Mir haben alle gleich gut gefallen!“, sagte Sina und Emma nickte. Vanessa schlief schon.

Die Jungs waren sich einig: Die Partys von Kate, Emma und Leon waren die coolsten, aber die anderen Feste waren natürlich auch schön.

Als Ekaron und Tom eingeschlafen waren fragte Bill leise: „Leon, bist du noch wach?“ Die Antwort war ein lachen: „Klaro! Was ist los?“ „Na ja, auf Tula* habe ich dir doch gesagt, dass ich Ray im Gebüsch gesehen habe.“ Leon nickte in der Dunkelheit. Bill erzählte weiter: „Auf Toni hockte er in einem Baum vor dem Fenster. Da waren auch noch Wachen. Hör zu, mein Vater will mich unbedingt bei sich zuhause haben, aber wenn ich erst mal da bin, komme ich erst mal nicht wieder, also verstecke ich mich…“ „Oh, das klingt blöd, aber was willst du mir jetzt sagen?“ „Ich mache mir Sorgen, denn bei euch habe ich sie noch nicht gesehen. Ich kann mir das nicht erklären!“ Leon grübelte: „Keine Ahnung was los ist, aber wenn du lieber wach bleiben möchtest, dann wirst du das nicht allein machen. Ich werde auch nicht schlafen.“

*= Tula ist Sinas Heimatplanet

Ein Kommentar zu “Shoppen auf Kartev

  1. Das waren ganz schön viele Planeten auf einmal. Ich glaube ich habe das Planetenreisesystem noch nicht verstanden. Kann man sofort da sein, wenn man durch ein Portal geht und ist die Reise ganz unkompliziert? Oder ist so eine Reise ein kleines Abenteuer für sich?

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