Mögen die Spiele beginnen

Kapitel 27, Zeitquälerei - Wie die Uhr tickt

Vom Nähen meiner Verletzung bekam ich wenig mit und das bisschen, das ich doch spürte, könnte ich mir genauso gut auch einfach eingebildet haben. Seit mich Marc vor seiner Schwester gewarnt hatte, war es vollkommen still. Er konzentrierte sich auf seine Arbeit und ich war zu sehr mit meinem Gedankenchaos beschäftigt, als dass ich auch nur über ein neuerliches Gespräch nachdenken konnte.

Zudem wollte ich die Möglichkeit nicht von vorn herein ausschließen, ich könne in Ohnmacht gefallen sein, als Marc die Spritze aufgezogen hatte. Für gewöhnlich gehörte ich ja nicht zu diesen Menschen, denen man nur eine Plastikspinne zeigen musste, damit sie bewusstlos umkippten. Generell reagierte ich auf so ziemlich jede Situation mit Sarkasmus und meiner enorm großen Klappe.
Als man mir in der dritten Klasse beispielsweise eine Vogelspinne auf den Kopf gesetzt hatte, blieb ich als einzige völlig ruhig. In dem Horrorgeisterhaus auf dem alljährlichen Rummel in der Stadt war ich stets diejenige, die über all die blutigen Puppen, schrillen Geräusche und verkleideten Schausteller lachen konnte. Im Biounterricht scheute ich mich auch nicht davor, ein Tier auszunehmen. Aber bei Spritzen hörte der Spaß schlagartig auf!
Auch daran konnte ich im Moment jedoch keinen Gedanken verschwenden. Alles in meinem Kopf kreiste um die Frage, wieso ich nicht vorsichtiger gewesen war. Es hatten mich doch wirklich genug Leute gewarnt! Was also hatte mich dazu bewogen, leichtfertig Vertrauen an all diejenigen zu verteilen, die mir gerade mal über den Weg liefen?
Und dann noch die Sache mit Marias Tod! Jack hatte mir gesagt, dass mich einige dafür verantwortlich machten. Wieso hatte ich blöde Kuh nur nicht mehr mit diesen Informationen anfangen können? Darin schwang unmissverständlich die Aufforderung mit, sich von Simikolon fern zu halten und wo war ich gerade?
Das Thema, das jedoch mit Abstand die meisten Fragen aufwarf, war das Gespräch von eben. Zuerst einmal: Wieso hatte Marc nicht auf dem Korridor reden wollen? Woher wusste er, dass ich gelogen hatte? Ich hätte ja die Vermutung angestellt, Talita hätte ihn eingeweiht – er war schließlich ihr Zwillingsbruder – aber nachdem er mich vor ihr gewarnt hatte, schloss sich das ja ganz automatisch aus.
Was sollte ich nun also tun? Einem völlig Fremden Glauben schenken und den Ratschlag meiner Oma befolgen oder alles beim Alten belassen, in jedem, der über meine Situation Bescheid wusste, nur das Beste sehen und hoffen?
Ehe ich auch nur auf eine einzige dieser Fragen eine Antwort gefunden hatte, informierte mich Marc darüber, dass er fertig war. Mehr musste ich gar nicht hören: „Kann ich dann jetzt wieder nach Hause?“
„Diese Entscheidung liegt leider nicht bei mir, Alex“, erklärte er mir, öffnete die Tür und schob mich vor sich hinaus, „Vorher müssen wir dich noch unserer Schneiderin Jua vorstellen, damit sie Maße nehmen kann und anschließend werden dich sicher noch einige andere Leute treffen wollen, die dir alles über Zeitreisen erklären werden, weil du ja noch vollkommen unerfahren bist.“
Seine letzten Worte klangen so ehrlich, als wüsste er es tatsächlich nicht besser. Eine Sekunde lang stutzte ich, doch dann fiel mir ein, dass wir ja wieder in dem Labyrinth aus identisch aussehenden Korridoren wandelten. Offensichtlich hatte er es wirklich ernst gemeint. Nicht, dass ich auf die glorreiche Idee gekommen wäre, ausgerechnet hier irgendjemandem mein Herz auszuschütten!
Nach ein paar Minuten – ich hatte diesmal nicht mal mehr versucht, mir den Weg zu merken – hielten wir erneut vor einer Tür. Marc wollte gerade klopfen, da wurde die Tür auch schon aufgerissen und uns strahlte eine bestens gelaunte Jua entgegen, die mich auch sogleich in eine stürmische Umarmung schloss.
„Alex, Arthur sagte mir bereits, dass du mir heute noch einen Besuch abstatten würdest!“, sagte sie fröhlich, „Ich werde deine Maße nehmen, damit wir dich für deine Missionen stilecht einkleiden können.“ Mit diesen Worten entließ sie mich aus ihren Armen, um mich an der Hand einmal im Kreis zu drehen: „Ich habe dich ja schon einmal kurz gesehen, als Gabe mich mit deinem Kleiderschrank beauftragt hat, aber mir fällt erst jetzt auf, wie hübsch du wirklich bist. Top Figur und eine bemerkenswert reine Haut – damit kann ich arbeiten.“
Ich brauchte diese Frau nur anzusehen und fühlte mich gleich viel ruhiger! Marc schien das ebenso zu sehen: „Dann lasse ich euch am besten mal allein. Ihr kommt offensichtlich auch ohne mich ganz gut zurecht.“
Nicht nur der Höflichkeit wegen hätte ich mich gern bei ihm verabschiedet, doch Jua scheuchte mich energisch in den Raum, aus dem sie getreten war. Auf den ersten Blick wirkte er klein, doch dieser Eindruck täuschte einen gewaltig. Eigentlich war Juas Atelier riesig, die Größe wurde aber optisch reduziert, da überall Kleiderständer, lebensgroße Puppen, Rollen mit farbenfrohen Stoffen und Gläser standen, die gefüllt waren mit Glitzer, Perlen und noch vielem mehr.
Alles in einem erinnerte es von der Einrichtung her an das Atelier, in dem sie mir und Maria die Kleider für den Ball und das für mein kleines Abenteuer vorhin gegeben hatte. Nur das dieser Raum nicht rund und verglast war, sondern viereckig und mit dunklem Holz vertäfelt. In der Mitte stand ein massiver Tisch, auf dem die Definition von Chaos vorzufinden war. Darüber baumelte eine nackte Glühbirne, die die einzige elektrische Lichtquelle im ganzen Zimmer darstellte, da alle Fenster mit Pinnwänden oder Pappen versperrt waren.
Die Luft roch angenehm nach Juas dezentem Parfüm und Kerzen, die wirklich überall aufgestellt waren. Sie tauchten das Atelier in ein unfassbar gemütliches Licht und erinnerten mich an die wenigen Augenblicke des 17. Jahrhunderts, die ich auf dem Ball genossen hatte.
Während ich mich neugierig umsah, schlug Jua die Tür mit großer Geste hinter sich zu, sodass ich den Eindruck bekam, dass Marc nicht der einzige war, der in den Korridoren unter Paranoia litt. „Wir haben zu tun“, kündete Jua an. Sie schnappte sich von einem halbhohen Tisch ein Maßband und begann auch sogleich damit, es für seine ursprüngliche Zwecke zu gebrauchen. Als erstes maß sie meine Körpergröße, dann kam die Breite meiner Schultern dran. Anschließend bat sie mich, die Arme zu heben, damit sie an verschiedenen Stellen den Umfang meines Oberkörpers vermessen konnte.
Bei meiner Taille angekommen, brach sie dann das entstandene Schweigen: „Tut mir leid, dass es so kommen musste! Dieser Angriff auf dich… der wäre doch wirklich genug gewesen! Aber statt es dabei zu belassen, muss du ausgerechnet heute auch noch von Simikolon entlarvt werden…“ In ihrer Stimme schwang echtes Bedauern mit. Sie schien sich Sorgen um mich zu machen.
Erst als sie auf das Tuch wies, das noch immer den Schnitt an meinem Hals verdeckte, kam ich der stummen Aufforderung nach und nahm es ab. Es blutete nicht mehr, dennoch war es ein seltsames Gefühl, als Jua das Maßband wenige Zentimeter darunter um meinen Hals legte.
Plötzlich wurde mir etwas bewusst. Auch Jua gehörte zu Simikolon. Hieß das, ich durfte noch nicht mal ihr mehr vertrauen? Bei dieser Vorstellung drehte sich mein Magen auf ein Neues um. Jua war doch nun wirklich kein Mensch, der böse Absichten hatte… oder?
Bevor ich mich dieser Frage stellen konnte, wurde die Tür aufgestoßen und eine vor Wut schnaubende Krissy stürmte in den Raum. Jua konnte mir gerade noch rechtzeitig das Tuch wieder um den Hals legen. Die Kerzen um uns herum flackerten bei dem Windstoß und ein paar gingen sogar aus.
Das schien die Freundin meines Bruders jedoch nicht zu stören. Sie zeigte nur anklagend mit dem Finger auf mich und zischte meinen Namen voller Abscheu, ehe sie zu einer Schimpftirade ansetzte, in der sie Worte verwendete, die ich noch niemals zuvor über ihre Lippen hatte kommen hören.
„Ich weiß nicht, was dir ins Gehirn geschissen hat, aber offensichtlich bist du nicht mehr ganz bei Trost! Hast du nach all den Jahren überhaupt eine Ahnung, wer ich bin? Kann dein lachhaftes Phantomgehirn nicht kapieren, dass ich zurecht als eine Quin geboren wurde? Ich gehöre der Familie mit dem konsequent höchsten IQ an, die die Welt je gesehen hat und du erlaubst es dir, mich in einem Badezimmer einzuschließen?“, Krissys wohl geformten Augenbrauen waren so tief in ihr Gesicht gezogen, dass man fast ihre Augen nicht mehr sehen konnte, „Mir war von Anfang an klar, dass es reine Zeitverschwendung sein würde, sich mit dir einzulassen, aber ich hätte wirklich eher bemerken müssen, dass du ein verlogenes, unzivilisiertes Miststück bist!“
Vermutlich sollten mir diese Worte – vor allem letztere – nahe gehen, doch das taten sie nicht. Stattdessen musste ich mich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Denn das würde meine Erwiderung nur abmildern: „Ja, wenn du wirklich so klug bist, dann hätte es dir auffallen müssen! Und was die Sache mit dem Bad angeht… sieh es doch einfach als Test deiner intellektuellen Fähigkeiten, den du gründlich verhauen hast. So wie ich das mitbekommen habe, hast du nämlich nicht allein deinen Weg nach draußen gefunden. Aber keine Sorge, da du dich nie ändern wirst, stehen die Chancen gut, dass du noch eine zweite Chance bekommst.“
„Menschen, die so eine große Klappe haben wie du, haben damals im 17. Jahrhundert nie lange überlebt!“, knurrte sie fuchsteufelswild. Nun konnte ich mein spöttisches Grinsen nicht mehr unterdrücken: „Schade, ein Jahrhundert später und man hätte mich vor Gericht mit der Erwähnung der Meinungsfreiheit raus boxen können.“
Krissy ballte die Hände zu Fäusten: „Du bist so eine…“ „Eine was, junge Dame?“, mit in die Hüfte gestemmten Armen sah Jua Krissy böse an. Zwar war ihr Blick nicht mal ansatzweise so eisig wie der von Talita, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich sie bisher immer nur fröhlich gesehen hatte, war dieser neue Gesichtsausdruck doch überraschend.
„Ich würde dir raten, deine Zunge besser im Griff zu haben, solange du dich in meinem Atelier aufhältst“, erklärte Jua, wobei sie die Verärgerung nicht ganz aus ihrer Stimme hinaus streichen konnte, „Alex hat in letzter Zeit sehr viel durchmachen müssen und in naher Zukunft wird es auch so weitergehen. Die ganze Sache mit den Zeitreisen ist vollkommen neu für sie, sie wurde heute außerdem angegriffen! Das letzte, was sie jetzt brauchen kann, ist eine junge Quin, die auf ihr herumhackt, weil ihr Stolz verletzt wurde.“
„War ja klar, dass du ihr glaubst!“, Krissy rollte mit den Augen. Sie war entnervt, doch mir fiel auf, dass sie jetzt nicht mehr so aussah, als wolle sie mir jeden Moment an die Gurgel springen. Jua hatte sie scheinbar ein Stück weit beruhigt. Eine Leistung, die ihr meinen vollen Respekt eingebracht hätte, wenn ihr dieser nicht schon praktisch seit unserer ersten Begegnung zugestanden hätte.
Ohne auf die letzte Provokation einzugehen, ging die Designerin zu ihrem Arbeitstisch, kramte eine Streichholzschachtel hervor und begann damit, die erloschenen Kerzen wieder anzuzünden. Ich zupfte wie beiläufig mein Halstuch zurecht und tat so, als wären meine Gedanken schon längst nicht mehr bei diesem Streitgespräch, was irgendwie nicht ganz der Wahrheit entsprach, aber das wusste Krissy ja nicht.
Um die aufkommende Stille im Keim zu ersticken, wollte sie mir offensichtlich gerade erneut einen Vorwurf oder ähnliches an den Kopf werfen, als jemand im Türrahmen erschien und klopfte, um auf sich aufmerksam zu machen. Kaum dass Krissy erkannt hatte, wer es war, veränderte sich ihre Ausstrahlung grundlegend.
Auf ihrem Gesicht erschien dieses perfekte Lächeln, das in mir den Wunsch wachrüttelte, ihr einen Zahn auszuschlagen. Doch selbst wenn ich gewollt hätte, blieb mir meine Chance verwehrt, denn sie entfernte sich mit wenigen Schritten von mir, um beide Arme um Gabes Hals zu schlingen und ihn innig zu küssen.
Es war das zweite Mal an diesem Tag, dass ich mir die Übelkeit nicht vorwerfen konnte. Schließlich war es aus meiner Sicht eine erwiesene Tatsache, dass das Bild, wie Krissy ihre Lippen auf die meines Bruders legte, gleichzusetzen war mit dem von Blut, Tod und abgetrennten Gliedmaßen.
„Du bist auch hergekommen?“, fragte Gabe, nachdem sich Krissy von ihm losgemacht hatte. Mit einem übertrieben schuldbewussten Augenaufschlag hielt sie ihm seinen Autoschlüssel hin. Es folgte eine Erklärung, die mich aus ihrem Mund alles andere als verwunderte: „Ich hatte so ein schlechtes Gewissen, weil ich Alex so schlecht gemacht habe, wo es ihr doch so schlecht geht. Granny Berrypie meinte, ich solle warten, bis ihr wieder zurück seid, aber ich habe es einfach nicht so lange aushalten können.“
Jua trat neben mich und so aus, als wollte sie die Lüge aufdecken, doch ich schüttelte beinahe unmerklich den Kopf. Das würde sowieso nicht das geringste bewirken. „Ja, sie kam her, um mich um Verzeihung zu bitten. Schließlich sind wir immer noch Freundinnen“, ich ging auf die beiden zu und nahm Krissy bei der Hand, „In letzter Zeit ist so viel passiert, dass wir beide wohl ab und an überreagiert haben.“
„Schön, dass ihr eure Differenzen beilegen konntet“, meinte Gabe ehrlich. Er sah erleichtert zwischen uns beiden hin und her. Jua tat das ebenfalls, nur war ihr Blick voller Skepsis. Ebenso wie auch Krissy verstand sie diesen Schachzug nicht und genau darauf hatte ich gesetzt.
Gabe war in letzter Zeit fast ausnahmslos auf Krissys Seite gewesen, weil sie ihn mit ihrer vernünftigen, liebenswerten Masche um den Finger gewickelt hatte, doch das Spiel konnte ich auch spielen. Wir wetteiferten um den Titel der Glaubwürdigeren, indem wir auf Nette-Mädchen taten? Von mir aus! Mit meiner Taktik war ich eh bereits die Siegerin, denn im Gegensatz zu Krissy, sprach ich nicht pausenlos nur von mir selbst, sondern bezog sie ebenfalls in meine Sätze mit ein. Der Wirkung dessen war ich mir bewusst: Ich kümmerte mich nicht ausschließlich um mich, sondern auch um die Menschen in meinem Umfeld.
„Wenn das jetzt also geklärt ist und ihr hier fertig seid, Jua, dann würde ich meine Schwester gerne wieder Heim bringen“, Gabe legte mir einen Arm um die Schulter und sah Jua fragend an. Diese fand ihr strahlendes Lächeln wieder, kam auf uns zu und drückte uns zum Abschied: „Natürlich kannst du mit Alex von hier verschwinden.“
Ich nutze die Gelegenheit, als Jua mich in die Arme schloss: „Kannst du bitte dafür sorgen, dass Krissy nicht mit uns fährt?“ Noch während sie mich losließ, kam Jua meiner Bitte nach. „Aber ich müsste dich noch eine Weile hier behalten, Krissy. Du müsstest eh noch einige Kleider anprobieren, bevor die nächste Mission angesetzt wird“, schon verschwand sie zwischen einer Reihe von Kleiderständern.
Mein Bruder drückte Krissy einen flüchtigen Kuss auf die Lippen. Würg! Er schien es auf einmal ziemlich eilig zu haben. Um aber den Anschein zu bewahren, den ich selbst erweckt hatte, nahm ich mir die Zeit, um Krissy zum Abschied in eine Umarmung zu ziehen.
„Ich bin so froh, dass wir uns wieder verstehen“, sagte ich laut, fügte aber leise noch hinzu, „Versuch dich nicht zwischen mich und Gabe zu stellen!“ Ihre Erwiderung war ein selbstgefälliges, wenn auch geflüstertes Lachen: „Versuchen? Solange du nicht deinen gesamten Mageninhalt in eine Kloschüssel kotzt, hast du gegen mich nicht mal den Hauch einer Chance.“
Wir ließen einander los. In ihren eisblauen Augen funkelte noch immer der Hohn, ich hingegen ließ mir nichts anmerken: „Deine Worte werde ich mir wirklich zu Herzen nehmen, danke!“ Damit drehte ich mich um, lächelte meinen Bruder müde an und ließ mich von ihm in das endlose Netz aus Korridoren und Fluren ziehen.
Die Spiele hatten nun also endgültig begonnen. Meine beiden Schnittverletzungen machten mir schmerzlich bewusst, dass der Spieleinsatz zu hoch war, um zu verlieren. Ich musste also schnellstmöglich die Regeln erlernen und mich von jetzt auf gleich gegen einen Haufen Leute behaupten, die das schon viel länger machten als ich.

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