Ein magisches neues Jahr

Gajona, kapitel 30

Die Zauberer des Zauberrates verabschiedeten sich von Ekaron und humpelten weiter. Sofort ging Ekaron in Richtung Vanessa, doch weit kam er nicht, denn alle Gäste drängelten sich an ihm vorbei um zu der Bühne vor der Windschlucht zu kommen. Auch Vanessa, Kate und Emma machten sich auf den Weg dorthin. Bald hatte Ekaron sie aus den Augen verloren.

„Liebe Leute“, sagte Königin Isabels Vater Lor, „Gleich ist es so weit! Gleich beginnt das neue Jahr. Wie immer haben wir eine kleine Überraschung. Sehen sie selbst…“ Plötzlich kamen aus der Windschlucht kleine Geschöpfe geflogen. Es waren Elfen. Genauer waren es Windelfen. Sie flogen blitzschnell über die Köpfe der Leute. „Die haben ja gar keine Flügel!“, bemerkte ein Mann, der in der Nähe von Ekaron stand. „Es sind Windelfen, Sir. Sie brauchen keine Flügel, weil sie vom Wind getragen werden.“, sagte Ekaron. Der Mann nickte interessiert.

„Ich glaube nicht, dass Prinz Bill sich hier im Wald aufhält. Ich glaube, er ist schon längst wieder auf einem anderen Planeten.“, sagte einer der Soldaten, die auf ihren Drachen Patrouillenflüge durch den Wald machen mussten. „Ich glaub auch, aber der König hat es so befohlen…“ Plötzlich wurden beide Soldaten von hinten angegriffen. Sie konnten sich nicht wehren.

Währenddessen lieferten die Windelfen eine tolle Show. Die Leute jubelten und applaudierten. „Drei, zwei, eins…“, ging es durch die Reihen, „Ein magisches neues Jahr!“ Alle schrien mit und es regnete magisches Konfetti.

„Das ist der perfekte Platz für meinen Palast!“, sagte Api. Sie schwebte über einer großen Lichtung, mitten im Wald. Von überall kamen nun Dark-Feen. „Errichtet hier den Palast! Beeilt euch, denn wie ihr alle wisst, haben wir noch andere Missionen! Zum Beispiel herausfinden, wo diese lieben kleinen Babys als nächstes unterschlüpfen. Die Wochen der Feste waren schon immer der schlechteste Zeitpunk, um sich an jemandem zu rächen, aber wenn wir sie erst mal gefunden haben, können wir mehr Panik verbreiten und zerstören! Also muss der Palast so schnell wie möglich existieren. Ach ja, friert diese beiden hier ein. Sie sind meine ersten Opfer! Das wird mit einem Ehrenplatz in meiner Sammlung belohnt.“

„Das war ja mal cool!“, sagte Kate begeistert. Das Fest war vorbei und alle Leute waren gegangen. „Kommt schon zu den Kutschen. Wir fahren nach Hause. Morgen müsst ihr früh raus. Ihr wollt doch nach Tramta, oder?“ Kate nickte strahlend: „Endlich wieder zu Dad!“

Auf dem Weg zu den Kutschen ging Vanessa besonders schnell. Ekaron lief ihr hinterher. „Warte doch mal!“, rief er ihr zu, doch Vanessa blieb nicht stehen. Sie ging noch schneller. „Was hast du denn?“, fragte Ekaron. Vanessa drehte sich so plötzlich herum, dass Ekaron fast gegen sie prallte. „Was ich habe? Ich sag dir mal was ich habe. Du hast mich vor allen blamiert! Vor dem Zauberrat und fast ganz Soram!“ Ekaron fügte kleinlaut hinzu: „Es war nur ein Achtel der Bevölkerung Sorams.“ Vanessa öffnete die Tür der Kutsche und stieg ein.

Auf der Fahrt schwiegen zunächst alle. Dann sagte Sina leise: „Das kann doch jedem mal passieren und dazu kommt noch, dass Ekaron das nicht mit Absicht gemacht hat.“ Vanessa schaute auf den Boden der Kutsche. „Ich weiß doch, aber ich hatte mich so darauf gefreut mit Ekaron auf einem Fest zu tanzen und dann das.“ „Ich weiß nicht, ob das jetzt angebracht ist, aber eigentlich kann Ekaron nicht tanzen, also so Standard und so. Das andere schon.“

„Die beruhigt sich wieder.“, sagte Leon, „Kate ist auch sauer auf mich, weil ich sie nicht zu einem Tanz gefordert habe.“ „Aufgefordert…“, sagte Ekaron niedergeschlagen. „Warum musst du mich immer verbessern?“, fragte Leon. Ekaron antwortete: „… weil du nicht richtig sprichst. Also Grammatisch oder so. Ich kann mich nicht konzentrieren.“

Ein Kommentar zu “Ein magisches neues Jahr

  1. Wieso sind die Wochen der Feste der schlechteste Zeitpunk, um sich an jemandem zu rächen?
    Ekaron ist wirklich witzig, ich mochte seinen Kommentar, dass nur 1/8 der Bevölkerung da war.

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