Ganz bestimmte Orte und ganz bestimmte Pflanzen

Kapitel 17, Quontos

Auf einmal tippte mich jemand von hinten an. Mein Herz setzte für einen Moment aus. Eine Sekunde zuvor hatte ich doch noch alle elf Höheren auf der Lichtung gesehen. Die einzige Erklärung – es war kein Höherer. Damit sollte ich auch richtig liegen, denn kaum hatte ich mich herumgedreht, grinste mir Zenn ins Gesicht. „Du siehst aus, als hätte dich ein Dämonenhauch gestreift!“, das war Jenn. Sie saß auf einen Ast weiter oben. Verwirrt starrte ich die Zwillinge an: „Wie kommt ihr hierher?“

Wie aus dem nichts

Kapitel 16, Quontos

„Wir nutzen die Bäume hier, um sie zu umzingeln!“, verkündete Robyn ihren Plan im Flüsterton. Während die Höheren in den Büschen gegenüber stöberten, schlichen wir aus unserem Versteck. Rob hatte jedem stumm eine Richtung angewiesen, in die er gehen sollte. Ihr Plan war gut, wenn auch nicht ganz ausgereift, aber etwas besseres wäre mir in der Schnelle selbst nicht eingefallen.

Ablenkungsmanöver

Kapitel 15, Quontos

Wir hockten noch immer im Gebüsch am Rand der Lichtung. Es war der beste Platz um die drei Höheren zu beobachten und sich gleichzeitig zu verstecken. Wie wir weiter vorgehen sollten, wussten wir nicht. Normalerweise hätte ich vorgeschlagen, dass sich jeder einen Höheren schnappt, aber ich wollte niemanden allein gegen den Riesen kämpfen lassen! Hätten wir an seiner Stelle nicht jemanden anderen bekommen können? Willi Arnlo zum Beispiel! Seine Kampftechnik war zwar makellos, aber selbst ein kleines Kind könnte ihn durchschauen! Es war, als würde er einem sagen, was er als nächstes tun wollte!

Fliegende Messer

Kapitel 14, Quontos

Die Diskussion hatte länger gedauert, als erwartet. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen, doch wir waren uns sicher, dass auch die uns nicht vor den Höheren schützen würde. Richtige Jäger waren Nachtaktiv und da es vermutlich zu gefährlich gewesen wäre, zurück zu unseren Verstecken zu gehen, hatten wir uns gemeinsam mit den Adleraugen dazu entschlossen, hier oben auf dem Berg zu übernachten.
Ein Feuer zu entzünden befanden wir als zu auffällig. Deshalb erklärte sich Bloon freiwillig bereit, die Nachtwache zu übernehmen. Das war genau der richtige Job für ihn, denn er konnte klettern wie ein Affe. Von einem Baum aus, hatte er den perfekten Überblick über unser Umfeld. So konnten wir anderen ruhig schlafen.

Jumper

Kapitel 13, Quontos

Bloon und ich kamen aufgeregt am Treffpunkt an. Uns erwartete bereits die hochgewachsene Blondine, die zu den Adleraugen gehörte. „Ihr seit zu spät!“, meinte sie nur und führte uns dann wortlos einige Meter weiter, bis sie vor einem Trampelpfad stehen blieb, der einen Berg hinaufführte.
„Ein Berg?! Wie geheim!“, flüsterte mir Bloon zu. Ich kam nicht um ein Lächeln herum. Glücklicherweise schien das Mädchen es nicht gehört zu haben. „Das ist der einzige Weg rauf! Man könnte natürlich den Abhang hoch gehen, aber da liegen sehr viele umgeknickte Bäume und riesige Steinblöcke und der Berg ist recht steil…“ Bevor sie weiter sprechen konnte, hatte ich Bloon am Ärmel gepackt und ihn hinter mir her, den schmalen Pfad entlang gezogen. „Entschuldige uns, aber wir haben keine Zeit für Vorträge! Wir haben Neuigkeiten!“