Mit geschlossenen Augen

Kapitel 2, Quontos

Ein Zischen, ziemlich leise, aber für mich nicht zu überhören, durchschnitt die Luft. Hinter dem Busch hörte ich gedämpftes Stöhnen. Schlafgas! Ich sprang auf die Beine und machte, dass ich wegkam. So schnell ich konnte, rannte ich den Berg hinunter, wich Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen so gut es ging aus. Immer wieder flogen mir Äste oder Blätter ins Gesicht – ich blieb nicht stehen, rannte nur blindlings geradeaus weiter. Der altbekannte Geruch des Schlaggases, kroch mir langsam in die Nase und ich wusste, dass ich nicht schnell genug war. Im nächsten Moment sprang ich über einen umgeknickten Baum, blieb hängen, riss mich panisch los und stolperte. Stolperte und kugelte den steilen Abhang hinunter. Krachte gegen allerhand am Boden liegende Dinge und wurde von meinem eigenen Schwung weiter gerissen. Überschlug mich mehrmals selbst und schlitterte weiter. Krachte mit dem Rücken gegen etwas, schlug dann mit dem Hinterkopf auf kaltem, nassem Stein auf und verlor das Bewusstsein. Das letzte was ich sah, war ein Paar mir bekannter grüner Augen, bevor es um mich herum schwarz wurde.