Damals

Kapitel 2, Marendie

Marendie
Kapitel 2: Damals
Mein Vater schmiss den Schlüssel geräuschvoll auf den Tisch. Auf der Nachhausefahrt hatte keiner auch nur ein Wort gesprochen. Es war durchgängig still gewesen und das eine knappe halbe Stunde lang. Auch jetzt sprach keiner. Ich deutete an, dass ich auf den Dachboden gehen wollte. Das wunderte meine Eltern nicht, denn da sie immer auf Dienstreise waren und ich früher bei meinem Opa gewesen bin, brauchte ich kein extra Zimmer in meinem Elternhaus. Daher stand auf dem staubigen Dachboden ein Bett, für das ich ehrlich gesagt schon lange zu groß war und eine Art Schrank. Gerade bei diesem sogenannten Schrank zweifelte ich daran, dass meine Eltern reich waren, aber das waren sie… Leider!

Tod?

Kapitel 1, Marendie

Die Wolken waren grau. Sie passten genau zu der Stimmung, hier auf dem Friedhof. Ich wusste nicht so recht, warum meine Mutter mir ins ganze Gesicht schwarze Schminke geschmiert hatte, denn die zerlief eh nur. Alle weinten und schauten auf das dunkle Grab, in das vor wenigen Minuten der Sarg meines Opas gelegt wurde. Da entdeckte ich einen von den Typen, die immer das Testament vorlassen. „Jupter Mike Gentie ist vor wenigen Tagen von uns gegangen. Mein herzliches Beileid. Bevor ich nun sein Testament verlese, halten wir eine Schweigeminute ab.“, sagte der Mann und auf einmal waren alle Still. Ich war noch nie auf so einer Beerdigung gewesen. Es machte mich alles hier sehr traurig und diese merkwürdige Schweigeminute kam mir vor, als wäre es in Wirklichkeit eine Schweigestunde. Endlich begann der Mann wieder zu sprechen. Er las das Testament vor.